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10 Jahre für ehrenamtliches Engagement

Meldung der Freiwilligenzentrale vom 16. September 2013

Seit mittlerweile zehn Jahren setzt sich das Team der Freiwilligenzentrale (FWZ) Gronau für ehrenamtliches Engagement ein, informiert und vermittelt Interessierte an seine Mitgliedsorganisationen und hilft, die Attraktivität freiwilliger Tätigkeiten zu verbessern.

Die Wurzeln der Gronauer Freiwilligenzentrale reichen sogar noch über das Gründungsjahr 2003 hinaus, denn bereits im Jahr 2001 bildete sich eine Initiative, aus der später die heutige Freiwilligenzentrale hervorgehen sollte. Das damalige „Jahr des Ehrenamtes“ nahmen sich die Gronauer Altenhilfebeauftragte Elke Hörmann sowie Marlene Gleis vom Caritas-Ausschuss der Pfarrgemeinde St. Antonius und Erhard Bürse-Hanning von der Gemeindecaritas zum Anlass, um gemeinsame Aktionen zum Themenbereich ehrenamtliches Engagement zu organisieren. Gleis und Bürse-Hanning engagieren sich als Vorstandsmitglieder auch heute noch in der FWZ.

Die Initiative im Jahr 2001 hatte kurz nach ihrer Gründung bereits 29 Organisationen, Vereine und Einrichtungen, in denen freiwilliges Engagement stattfindet, als Partner gewinnen können und organisierte gemeinsam mit diesen und weiteren engagierten Einzelpersonen Aktionen wie eine Infobörse für Freiwillige oder eine Podiumsdiskussion. Anschließend zog man Bilanz über den damaligen Stellenwert des Ehrenamtes in Gronau und Epe und kam zu dem Schluss, dass das Image des Ehrenamtes sowie auch die Rahmenbedingungen ehrenamtlichen Engagements verbesserungswürdig waren. Zudem wünschte man sich auch zukünftig eine weitere Zusammenarbeit der Beteiligten und entwickelte so die Idee der Freiwilligenzentrale.

Ehrenamtsagenturen gründeten sich seinerzeit in vielen deutschen Städten und so entstand unter der Leitung des ehemaligen Ersten Beigeordneten der Stadt, Jürgen Becker, eine Arbeitsgruppe, welche die Gründung der FWZ vorbereitete. In diesem Zusammenhang informierte man sich im August 2002 unter anderem über ein bundesweites Modellprojekt der Caritas zu Freiwilligenagenturen, wie sich Erhard Bürse-Hanning erinnert: „Danach folgten Besuche bei bereits bestehenden Zentralen in Enschede, Schwerte und Rheine, bevor schließlich 2003 die ‚mach mit – Freiwilligenzentrale Gronau‘ als eingetragener Verein gegründet wurde“, so Bürse-Hanning weiter.

Den Vorsitz des ersten gewählten Vorstandes übernahm der mittlerweile verstorbene Josef Häming. Er wurde 2005 von Theo Bockholt abgelöst, der die Zentrale sechs Jahre als erster Vorsitzender nach innen und außen repräsentierte. Seit 2011 steht nunmehr Heinz Runte dem Vorstand des Vereins vor. Ab 2006 konnte die Zentrale zudem auf die Hilfe einer hauptamtlichen Teilzeitkraft zurückgreifen. Die Stelle wurde zunächst von Maria Revers besetzt, ab Mai 2008 übernahm dann Maria Leusing den Posten im Büro an der Konrad-Adenauer-Straße. Die dortigen Räumlichkeiten neben der Verbraucherzentrale stehen der FWZ seit nunmehr neun Jahren zur Verfügung und dienen als Anlauf- und Beratungsstelle für ehrenamtlich Engagierte sowie Interessierte.

Um sich auch zukünftig weiter zu entwickeln, stehen bei der FWZ Gronau auch heute noch regelmäßig Erfahrungsaustausche mit Freiwilligenzentralen und Ehrenamtsagenturen in anderen Städten auf dem Programm. Bereits im Oktober wird das Gronauer Team dazu einen Ausflug nach Münster unternehmen, um dort mit den Mitarbeitern der städtischen Freiwilligenagentur zu sprechen, wie die Angestellte Maria Leusing berichtet.

Anno 2013 zählt die Freiwilligenzentrale in der Gronauer Innenstadt 47 Mitgliedsorganisationen, zu denen regelmäßig Freiwillige vermittelt werden. Mit den Initiativen AntiRost sowie NaWi sind in den vergangenen Jahren zudem noch zwei weitere wichtige Standbeine der täglichen Arbeit hinzugekommen. Die Mitarbeiter von AntiRost helfen Hilfesuchenden bei Reparaturen, die zu klein sind, um dafür einen Handwerker zu engagieren und verstehen ihre Arbeit als erweiterte Nachbarschaftshilfe. Das NaWi-Team bringt Kindern im Vorschulalter naturwissenschaftliche Phänomene näher und versucht so, deren Interesse am Beobachten und Experimentieren zu wecken.

Vertreter von beiden Initiativen sowie von Vorstand und Team der Freiwilligenzentrale werden des Anlass des zehnjährigen Jubiläums nutzen, und am 21. September einen besonderen Aktions- und Infostand in der Gronauer Fußgängerzone aufbauen. Alle Interessierte sind hierzu herzlich eigeladen.

Lesemutter
Walburga Soegtrop engagiert sich ehrenamtlich als Lesemutter