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Spende von Ministerpräsidentin Kraft

Meldung der Freiwilligenzentrale vom 15. November 2011

Ein Brief aus Düsseldorf erreichte in der vergangenen Woche die Vorstands- und Teammitglieder der Freiwilligenzentrale Gronau: „Gewiss wird es Sie überraschen, dass ich Ihnen schreibe“, lautete der erste Satz des von niemand geringerem als der nordrhein-westfälischen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft unterzeichneten Briefes. „Der Grund“ für das Schreiben, so die Ministerpräsidentin, sei „ganz einfach: Ich möchte Ihnen heute eine noch weitaus größere Überraschung bereiten.“ Passend zum Martinstag durfte Hannelore Kraft Sankt Martin spielen und insgesamt 40.000 Euro für den guten Zweck verteilen – neben vier anderen Freiwilligenagenturen ist die Zentrale in Gronau eine der Glücklichen, die sich jetzt über 8.000 Euro freuen können.

Anlass für die großzügige Spende für ehrenamtliches Engagement in Nordrhein-Westfalen war das diesjährige „Freundschaftsmahl St. Martin“ der Wirtschaftsvereinigung Bauindustrie e.V. Nordrhein-Westfalen, zu dem Hannelore Kraft in diesem Jahr als Ehrengast geladen war. Wie es die Tradition verlangt, tragen die Mitglieder des Verbandes jedes Jahr über Einzelspenden einen hohen Geldbetrag zusammen, welchen der Ehrengast dann nach eigenem Ermessen für gute Zwecke einsetzen kann. Hannelore Kraft entschied sich dazu, den Betrag dem bürgerschaftlichem Engagement in Nordrhein-Westfalen zukommen zu lassen: „Bürgerschaftliches Engagement sichert und stärkt gerade in diesen Zeiten den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die fünf Freiwilligenagenturen, die den gesammelten Betrag erhalten sollen, machen sich besonders verdient als Türöffner für viele Bürgerinnen und Bürger zum Ehrenamt", so die Begründung der Ministerpräsidentin.

Auf die Zentrale in Gronau fiel die Wahl, da man sich nach Ansicht von Hannelore Kraft dort „sozusagen als Türöffner für viele Bürgerinnen und Bürger zum bürgerschaftlichem Engagement“ besonders erfolgreich verdient gemacht habe. Bürgerschaftliches Engagement sei ein hervorragender Verwendungszweck für die Geldspende, „denn es sichert und stärkt gerade in diesen Zeiten den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, führte die Ministerpräsidentin in ihrem Schreiben an die Zentrale in Gronau weiter aus.

Der Vorsitzende der Freiwilligenzentrale Gronau, Heinz Runte, zeigte sich über die Zuwendung überrascht und dankbar zugleich. „Die große Überraschung ist der Ministerpräsidentin gelungen“, so Runte in einer ersten Reaktion. Der Geldbetrag habe bei den Verantwortlichen in der Freiwilligenzentrale Gronau zunächst Freude und Erstaunen ausgelöst, dann aber auch nachdenklich gemacht. Nun will man gemeinsam Ideen sammeln, um den großzügigen Betrag bestmöglich zur Verbesserung der Freiwilligenarbeit und zum Wohle der Gronauer Bürgerinnen und Bürger einzusetzen.

Die Freiwilligenzentrale in Gronau unterstützt freiwilliges Engagement in allen Formen, informiert Interessierte über das Ehrenamt und hilft, die Attraktivität freiwilliger Tätigkeiten zu verbessern. Neben der Zentrale in Gronau können sich über 8.000 Euro aus dem Erlös des Freundschaftsmahls auch das Centrum für bürgerschaftliches Engagement in Mülheim an der Ruhr, die Kölner Freiwilligen-Agentur sowie die Freiwilligenagenturen in Dortmund und Bielefeld freuen.

Hannelore Kraft
NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, Quelle: SPD-Landtagsfraktion NRW